M.2 SSD

Diese Seite bietet einen Überblick über das M.2 SSD Modul, Kauftipps, sowie einen Vergleich aktueller Modelle. Unter anderem gibt es Erklärungen zu Begriffen, wie NVMe, den verschiedenen Keys, Formfaktoren und eine Checkliste für den M.2 Kauf.

Einleitung

Computer werden immer schneller. Da macht die Entwicklung der Speichertechnologie auch keinen Halt. Der größte Flaschenhals der letzten Jahre war die Festplatte. Durch einen Wechsel dieser „alten Magnettechnologie“ merkt auch ein unerfahrener PC-Benutzer einen deutlichen Leistungsschub bei Lese- und Schreibvorgängen. Das heißt durch den Wechsel der klassischen mechanischen HDD startet nicht nur der PC viel schneller, sondern Dateien werden auch schneller kopiert, verschoben oder gespeichert.

SSD und HDD Unterschiede

SSDs punkten bei Größe, Lautstärke, Stromverbrauch und Geschwindigkeit

Eine SSD ist einer HDD weiter überlegen. Um nur einige Vorteile zu nennen sind das zum Beispiel die Baugröße und das Gewicht. Ebenso der lautlose Betrieb dürfte für viele Anwendern wichtig sein. M.2 SSDs sind noch kleiner, kompakter als herkömmliche SSDs.

In einer HDD (Hard Disk Drive) befinden sich bewegliche Bauteile, in einer SSD (Solid State Drive) hingegen nicht. Eine SSD hält dadurch stärkere Stöße und Erschütterungen aus.

Da in SSDs keine mechanischen Teile enthalten sind, sind diese komplett lautlos und vorallem stromsparender. Dies wirklich sich natürlich auch auf das Gewicht aus.

Größenunterschied HDD, SSD und M.2 SSD
In der folgenden Grafik sieht man den Größenunterschied zwischen HDD, SSD um M.2 SSD sehr deutlich.

Die Technologie, also wie die Daten gespeichert werden, ist ebenso komplett unterschiedlich:

Bei einer HDD, der sogenannten herkömmlichen Festplatte werden die Daten auf runden rotierenden Magnetscheiben gespeichert, die mit einem Schreib-Lese-Kopf (Magnetkopf) gelesen aber auch geschrieben werden.

Bei den SSDs liegen die Daten auf mehreren Flash-Speicherchips. Sowie bei einem Speicher am Handy oder bei einem Fotoapparat.

Größter Pluspunkt: Geschwindigkeit

Der größte Vorteil der Flash-Speicher (SSDs) ist die Geschwindigkeit. Eine handelsübliche SSD ist im Schnitt mindestens 3 – 5 x so schnell wie eine handelsübliche HDD. Natürlich gibt es auch hier zwischen verschiedenen Modellen große Unterschiede. Der Unterschied bei den Zugriffszeiten ist hierbei noch deutlicher: Eine SSD-Platte kann auf die Daten der Platte schneller zugreifen, diese also „schneller finden“ oder beschreiben. In Zahlen ausgedrückt beträgt die Lese-Zugriffszeit zwischen 0,1 und 0,4 ms, bei den HDDs zwischen mindestens 3,5 ms bis 20 ms. Ohne viel nachzurechnen, merkt man diese enormen Leistungsunterschiede.

Geschwindigkeitsvergleich

M.2 NVMe (3,125 sec.)
SSD (19,23 sec.)
HDD (40 sec.)

Eine 10.000 MB Datei wird bei einer HDD mit maximal 250 MB/s übertragen. Somit würde die gesamte Übertragung 40 Sekunden dauern. Zum Vergleich braucht eine SSD nur ca. halb so lange (520 MB/s und 19,23 Sekunden). Bei der M.2 NVMe wären dies bei einer Übertragungsrate von 3.200 MB/s nur noch 3,125 Sekunden. Der Fortschrittsbalken zeigt auf, wie wie viel von der selben Datei bei einer HDD, SSD und M.2 NVMe in gleicher Zeit übertragen wurde. Ab dem Zeitpunkt wo der M.2 Speicher die gesamte Datei übertragen hat, hat die SSD nur ca. 16,3% geschafft, bei der HDD nur noch 7,8% der 10.000 MB.

Nachteil: Überschreibbarkeit

Der einzige Nachteil von SSDs ist die Überschreibbarkeit. Eine SSD hat eine geringere Haltbarkeit als HDDs. Dies liegt daran, dass die Flash-Zellen nicht unendlich oft wiederbeschrieben werden können. Bei jedem Überschreibvorgang werden diese sozusagen „abgenutzt“. In der Praxis merkt man das natürlich nicht. Man spricht hier abhängig von der eingesetzten Technologie (SLC-Speicher, MLC-Speicher oder TLC-Speicher) von mehreren 1.000 Schreibzyklen. Umso höher die Schreibzyklen der Platten sind, umso teurer ist sie meist.

Ein Privatanwender muss sich aber allerdings nicht wirklich darüber Gedanken machen. Denn man kann in etwa diese Lebenszeit mit einer Formel berechnen. Und diese ist deutlich höher als ein „PC-Leben“.

M.2. SSD

Intel stellte im Jahr 2012 erstmals NGFF (Next Generation Form Factor) vor. NGFF wird inzwischen unter der Bezeichnung M.2 vermarktet. Gemeint ist bei beiden aber das selbe.

Mit M.2 SSD ist im Großen und Ganzen der Formfaktor inkl. der dazugehörigen Schnittstelle gemeint. Dies bedeutet zwangsläufig nicht, dass M.2 SSDs schneller sind als herkömmliche SSDs. Die Unterstützung höherer Bandbreiten besteht zwar aber Hersteller verwenden meist die herkömmliche SATA-3 Technik, da diese preiswerter ist. Um höhere Übertragungsraten zu erreichen, sollte man zu einer M.2 PCIe greifen.

Da M.2 in der Spezifikation eine Schnittstelle ist, kann man diese auch anderswertig einsetzen. Es gibt verschiedene M.2 Schnittstellen wie z.B WLAN- Bluetooth-, GPS-, NFC- Steckkarten Module. Für einen Endverbraucher liegt aber der Einsatz einer SSD nahe.

Warum wurde M.2. eigentlich konzipiert?

Bei Tablets und Ultabooks benötigt man sehr kleine und platzsparende Hardware. Deswegen lag es nahe, einen neuen Formfaktor zu entwickeln, da übliche mSATA Anschlüsse zu viel Platz „verschwenden“. Zukünftig wird also M.2. mSATA ablösen.

Lohnt sich der Umstieg von SSD auf M.2 SSD?

Wer noch schnellere Übertragungsraten bei seinem PC erreichen möchte, ist mit einer M.2 SSD mit PCIe auf der sicheren Seite. Wenn ein Neukauf ansteht, kann diesen Zeitpunkt für einen Umstieg nutzen.

Wer aber eine hohe Kapazität möchte aber nicht direkt auf ein M.2 umsteigen möchte, kann auch zu der etwas günstigeren SSD Platte greifen.

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